Warum wir oft die Menschen verletzen, die wir am meisten lieben
Eine traurige Wahrheit ist, dass viele von uns nie sein durften, wie sie wirklich sind. Bereits als Kinder schlüpften wir in Rollen, die uns Sicherheit gaben. Rollen, die dafür sorgten, dass wir Liebe und Anerkennung bekamen.
Wir waren still, wo wir eigentlich hätten schreien wollen.
Wir waren artig, obwohl wir uns eigentlich hätten wehren wollen.
Wir lächelten, obwohl wir weinen wollten.
Wir sind geblieben, obwohl wir eigentlich weglaufen wollten…
So haben wir nie gelernt, dass wir einfach sein können, wer wir sind – mit all unseren Emotionen. Emotionen in all ihren Facetten auszuleben, ist essenziell für unsere körperliche und seelische Gesundheit. Doch bereits als Kind wurde vielen von uns dieses Bedürfnis genommen. Wir lernten: Ich muss anders sein, um geliebt, gesehen und sicher zu sein.
Diese ungesunden Verhaltensweisen legen wir nicht einfach ab, nur weil wir erwachsen geworden sind. Viele Menschen spielen ihr ganzes Leben lang Rollen – bei Freunden, in der Familie, im Job. Wir zeigen das Gesicht, das am jeweiligen Ort erwünscht ist: angepasst, korrekt, funktionierend.
Doch diese unterdrückten Gefühle verschwinden nicht einfach. Sie speichern sich als energetische und muskuläre Spannungsmuster tief in unserem Körper ab.
Und nur dort, wo wir uns sicher fühlen – oft bei den Menschen, die wir am meisten lieben – lassen wir unbewusst das raus, was endlich gesehen werden will. In diesen Momenten werden wir verletzend, beschuldigend oder respektlos. Wir sagen Dinge, die wir eigentlich an ganz anderer Stelle hätten sagen müssen, aber nicht konnten.
Es ist wichtig zu verstehen: Dieses Verhalten ist kein Zeichen von Bosheit, sondern ein unbewusster Schutzmechanismus deines Nervensystems.
Wenn wir uns bei jemandem sicher fühlen, lässt die innere Kontrolle nach. All der aufgestaute emotionale Stress und der unterdrückte Druck entladen sich dann plötzlich. Diese Emotionen haben oft gar nichts mit der Person zu tun, die uns gegenübersteht, und doch bekommt sie die volle Wucht unserer Vergangenheit zu spüren.
Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, müssen wir die Erfahrungen aus unserer Kindheit in der Tiefe heilen. Die Emotionen, die wir so lange unterdrückt haben, dürfen endlich Raum bekommen. Sie dürfen da sein, und wir dürfen lernen, uns selbst zu halten, wenn sie auftauchen.
Während wir diese energetischen Blockaden lösen, lernen wir uns selbst immer besser kennen. Wir erfahren, dass wir mit all unseren Bedürfnissen gut sind, so wie wir sind. Wir erschaffen uns eine innere Sicherheit, die keine Rollen mehr braucht – und finden so den Weg zurück zu unserem authentischen Selbst.
Möchtest du lernen, deine alten Rollen abzulegen und die gestaute Energie in deinem Körper sicher zu lösen? Lass uns gemeinsam hinschauen und den Raum für dein wahres Selbst öffnen. Schreib mir eine Nachricht für ein unverbindliches Kennenlerngespräch.